KPJ im KAV

Insgesamt stehen rund 350 Plätze für Studierende im Klinisch Praktischen Jahr (KPJ) im Wiener Krankenanstaltenverbund zur Verfügung. Hier finden sie Informationen zur Anmeldung und angebotenen Plätzen.

Die Durchführung des KPJ richtet sich nach den curricularen Vorgaben der Medizinischen Universität Wien. Selbstverständlich können sich aber auch Medizinstudierende anderer österreichischer und internationaler Universitäten für einen KPJ-Platz bewerben. Die Anrechenbarkeit an ihrer Universität sollten sie jedoch vorab selbstständig klären, da sich die Durchführung des Klinisch Praktischen Jahres ausschließlich nach den Bestimmungen der Medizinischen Universität Wien richtet. Hier finden sie Details zu den Vorgaben der Medizinischen Universität Wien.

Einstiegstermine

Derzeit stehen folgende Einstiegstermine für den Beginn an der Abteilung ihrer Wahl zur Verfügung

  • 26. November 2018
  • 21. Jänner 2019
  • 18. März 2019
  • 13. Mai 2019
  • 05. August 2019
  • 30.September 2019
  • 25. November 2019
  • 20. Jänner 2020
  • 16. März 2020
  • 11. Mai 2020

Ein Abweichen von den angegebenen Einstiegsdaten ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Sollten die KPJ-Einstiegstermine ihrer Universität von den oben genannten Terminen abweichen, ist ein Einstieg nur in Form einer freiwilligen Famulatur möglich. Die Anrechenbarkeit als KPJ für ihre Universität ist von ihnen vorab zu klären.

Anwesenheitszeiten im KPJ

Die Basisanwesenheitszeit beträgt 35 Stunden pro Woche. Dies entspricht sieben Stunden an fünf Tagen der Woche. Die tatsächlichen Anwesenheitszeiten werden direkt mit der Abteilung ihrer Wahl festgelegt und richten sich nach dem jeweiligen Leistungsgeschehen der Abteilung.

Überstunden werden durch Freizeit 1:1 abgegolten. An österreichischen, gesetzlichen Feiertagen sowie am 24. und 31.12 besteht keine Anwesenheitspflicht.

Journaldient / Nachtdienste im KPJ

An jenen Abteilungen, an denen ÄrztInnen regelmäßig Nachtdienste verrichten, sollen sich auch KPJ Studierende mit den Abläufen eines Krankenhauses außerhalb der Kernarbeitszeiten und Kernausbildungszeiten vertraut machen. Sofern es die organisatorischen Rahmenbedingungen zulassen, sollen mindestens drei und maximal acht Nachtdienste (zu jeweils maximal 24 Stunden) pro Tertial (16 Wochen) verrichtet werden. Hierbei darf die Anzahl der Nachtdienststunden nicht die Anzahl der Tagespräsenzstunden übersteigen. Während der Verrichtung eines Nachtdienstes unterstützen sie die anwesende Dienstmannschaft und stehen selbstverständlich unter fachärztlicher Supervision.

Urlaube und Fehlzeiten

In einem Tertial (also pro 16 Wochen) sind maximal zehn Abwesenheitstage erlaubt um eine positive Bestätigung für das KPJ zu erhalten. Darüber hinausgehende Fehltage sind nachzuholen. Abwesenheit sind Urlaubs- und Krankheitstage, wobei Urlaubstage in Absprache mit der jeweiligen Abteilung genommen werden können. Nach Nachtdiensten ist keine Anwesenheit erlaubt, dieser Ruhetag zählt auch nicht zu den Fehltagen. Kongressbesuche zählen nicht als Anwesenheitszeit.

Grundsätzliche Ausbildungsinhalte

Im Klinisch Praktischen Jahr werden sie voll in den Stationsalltag integriert und arbeiten aktiv mit. Das heißt, dass sie an Morgenbesprechungen und Fortbildungen teilnehmen, bei der Stationsarbeit mithelfen, im OP assistieren und auch die administrativen Tätigkeiten einer Ärztin / eines Arztes erlernen. In jeder Abteilung steht ihnen ein/e FachkoordinatorIn  und ein/e persönlicheR MentorIn als AnsprechpartnerIn zur Verfügung. Folgende Punkte sind dabei an jeder Abteilung grundsätzliche Ausbildungsinhalte:

  • Betreuung der zugewiesenen PatientInnen „unter Anleitung und Aufsicht der ausbildenden Ärzte“ (Ärztegesetz 1998, Novelle 2009)
  • Begleitende Betreuung von PatientInnen von der Aufnahme bis zur Entlassung (stationsübergreifend)
  • Erhebung der Anamnese und des körperlichen Status
  • Diskussion der erhobenen Untersuchungsbefunde
  • Aktive Teilnahme an Visiten
  • Führung der Krankenakte
  • Erstellung der Diagnose- und Therapiepläne
  • Teilnahme an allen vorgesehenen diagnostischen Maßnahmen
  • Assistenz bei invasiven Eingriffen wie Operationen
  • Vorstellung der PatientInnen bei Visiten, Mitwirkung der Studierenden durch Vorstellen eigener Fälle
  • Besprechung der pflegerischen und sozialfürsorgerischen Maßnahmen mit dem entsprechenden Personal
  • Gesprächsführung mit PatientInnen und Angehörigen
  • Erstellen und Mitunterzeichnen des Arztbriefes
  • Dokumentation von PatientInnenfällen mit anschließender Diskussion
  • Teilnahme an den im Stationsalltag üblichen Besprechungen
  • Teilnahme an abteilungsinternen und Lehrkrankenhaus-spezifischen Aus- und Fortbildungen
  • Miteinbeziehen in alle Entscheidungen, die die betreuten PatientInnen betreffen
  • Teilnahme am Journaldienst (Nachtdienst)
  • Teilnahme an klinischen und interdisziplinären Konferenzen

Die speziellen Lernziele unterscheiden sich je nach Fachrichtung.